Verein
Die spirituellen Dimensionen der Beziehung von Mensch und Tier sind noch immer
ein Fünftes Rad am Wagen der Tierschutz- und Tierrechtsbewegung.
Kenntnisse über außerchristliche religiöse und kulturelle Traditionen des Tierschutzes
fehlen in der Öffentlichkeit und bei vielen Tierschützern.
Das Fremde gilt als "archaisch" und wird als Provokation für das eigene Weltbild erlebt.
Ein Dialog zwischen säkulären und religiösen Tierschutztraditionen hingegen kann Vorurteile abbauen und wichtige Impulse auch in der politischen Diskussion setzen.
Auf Initiative von Dr. Hanna Rheinz, der Gründerin der Initiative Jüdischer Tierschutz (www.tierimjudentum.de) fanden sich im Jahr 2008 eine Reihe von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammen, darunter prominente politische Tierschutz- und Tierrechtsaktivisten und VerbandsvertreterInnen sowie Mitglieder von Gewerkschaften und politischen Parteien, mit dem Ziel, einen Verein zu gründen, der sich mit den religiösen und kulturellen Tierschutztraditionen auseinandersetzt, um ethische Perspektiven für den Umgang mit Tieren zu entwickeln und auf deren Umsetzng zu drängen. Der Trialog4Animals steht vor der Aufgabe, die Vielfalt von Tierbildern, Narrativen, Mythen und Gott-Mensch-Tier Interaktionen zu erschließen, ebenso das Phänomen von Tierverfolgungen, Dämonisierung von Tieren auch im Kontext zeitgemäßer Probleme. Tierpogrome wie die "Keulung" als pseudowissenschaftlicher Strategie, zeigen wie aktuell der "archaische" Subtext des Umgangs mit Tieren immer noch ist.
Auch Konflikte bei der Umsetzung der verfassungsmäßig garantierten Religionsfreiheit
können durch den Ansatz des Trialoges mit den den religiösen Traditionen der heute
in Europa lebenden Minderheiten gelöst werden.
Die Satzung des Gemeinnützigen Vereins Trialog 4 Animals (TriAni) e.V. kann Interessierten auf Wunsch zugeschickt werden.