Ziele

Die Beziehung des Menschen zum Tier ist keine Nebensächlichkeit, sondern erscheint als Angelpunkt des spirituellen und moralischen Anspruchs der drei abrahamitischen Religionen, ebenso wie des Buddhismus, Hinduismus und Jainismus.
Dies legen zahlreiche Quellentexte nahe. Dies legt deren jahrhundertelange Unterdrückung durch systematische Fehldeutungen und Fehlübersetzungen nahe.
So galt das Gebot "Du sollst nicht töten" auch für Tiere. Wie der Mensch haben sie eine
nefesch chaja, eine lebendige Seele. Fleisch war laut Thora, dem Alten Testament, nicht Bestandteil der Nahrung, sondern wurde per Ausnahmeregelung, durch Speisegesetze (Kaschrut) und Schlachtverordnungen (Schechita) erlaubt. Christentum und Islam, aber auch das offizielle Judentum, haben diese Lehren weitgehend verdrängt.
Der Trialog für Tiere will aufklären, warum das Wissen um die Rechtsstellung der Tiere so gefährlich ist, daß es unter Verschluß gehalten wird. Warum Tiere bis auf den heutigen Tag
als minderwertig, böse, satanisch, dämonisch, als "Bestien" behandelt werden. Als seelenlose Automaten, als willfähriges emotionales Spielzeug, als vernunftlose, stumpfsinnige Fleischlieferanten, als Krebsmodelle und Biomaterial, das sich beliebig manipulieren läßt.
Als Jagdtrophäen, als Sportgeräte, die dem Ehrgeiz, der Blutlust und Profitgier dienen.
Warum Tiere weiterhin als Sklaven des Menschen gelten.
Warum ihr Leben und ihr Tod - mit Duldung der Religionen - außerhalb der Moral und des ethischen Handelns angesiedelt wird.
Warum das Wegsehen vor dem Leid der Tiere, Inbegriff der kollektiven Empathiestörung ist, die den Bestand der menschlichen Kultur gefährdet.
Warum die Gleichgültigkeit und Destruktivität, die Menschen Tieren gegenüber zeigen, ein Bumerang ist, der das Überleben der gesamten Menschheit bedroht.

TriAni will die Bedeutung der Mensch-Tier Beziehung für die religiöse und moralische Entwicklung neu bewerten - in der Öffentlichkeit und im Dialog mit den
Vertretern der Religionsgemeinschaften.

TRIALOG 4 ANIMALS - TriAni e.V.