TRIALOG 4 ANIMALS - TriAni e.V.

Die Philosophie von TriAni

Die Parabel von Bileams Esel erscheint als Brücke zwischen den
Religionen. Die Eselin erkennt den Boten Gottes und bringt den
Menschen auf den richtigen Weg. Der Esel spricht, doch der Mensch
will ihn nicht hören. Der Mensch lernt, die Worte seines Tieres
zu verstehen. Im gegenseitigen Vertrauen kommen Mensch und
Tier nicht vom Weg ab (Thora, Numeri 22:23-34).
Die Beziehung des Menschen zum Tier ist ein Spiegel seiner
moralischen Entwicklung. Anders als das Christentum hat das
Judentum erkannt, ein Mensch ist, wer Tiere gerecht und
mitfühlend behandelt. Obwohl Juden in der Thora weltweit das erste
Tierschutzgesetz (Tza`ar baalei chajim) formulierten,
klaffen Anspruch und Wirklichkeit bis heute auseinander.
Das Tier gilt im Judentum als beseeltes Lebewesen, das dem Menschen
in der Schöpfung gleichgestellt ist. Mensch und Tier teilen ein gleiches Schicksal,
sind von Schmerz, Leiden, Krankheiten und Tod betroffen. Das Tier hat Rechte,
und der Mensch die Pflicht, sie zu respektieren, auch wenn sie den eigenen Interessen
und Nützlichkeiten zuwiderlaufen.
Viele Vertreter der Kirchen, Synagogen und islamischen Gemeinden haben erkannt, daß
Tiere keine Waren und keine Automaten sind, sondern Mitgefühl, Respekt und gerechte Behandlung verdienen. Der Umgang mit dem Tier entscheidet darüber, ob der moralische Anspruch, mit dem die jeweilige Glaubenslehre auftritt, glaubwürdig ist oder nicht.
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